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7. August 2010 08:30 Uhr
3. Kellerbauerlauf - nur für die Härtesten / Brugghof - Chemnitzerhütte
2100 m Höhenunterschied - 25 km

Aktuell: Bilder vom Kellerbauerlauf 2010 auf unserem Facebook-Account


Hallo liebe Lauffreunde,

11.07.2010: Was zum Lachen: nach dem Tiefroschtn x-trem Berglauf gestern und insgesamt 5 Stunden Aktion sollte man meinen, dass man mal genug hat. Nein, mich zog es auch heute wieder raus: Sportplatz-Kircheralm (700 Hm - 7 km). „Nur ein leichter Trainingslauf!!!“ Sehr langsam angefangen, gedacht, Puls darf nicht über 136 (A1), nach 10 Minuten: na gut, das ist langweilig, aber nicht über 145 (A2) und nach 35 Minuten, da geht was, ich geb doch Gas, aber nicht über 154 (A3), denn dann ist Trainingseinheit kaum mehr was wert. Es wurde ein Höchstpuls von 157.
 
Einfach verrückt, wenn ich laufe – ein fanatischer Kerl – eben was zum Lachen.
Und so überbot ich meine eigene Bestmarke trotz allem noch mit einem neuen Streckenrekord von 42:37 (ZZ 18:55 (+17)/ 28:09(-9)/ 36:07 (-28)). Die alte unglaublich gemeinte Zeit vom 1.11.2009 um 1,11 unterboten, aber ich glaube, wenn mir ernst ist, erreiche ich heuer noch das Ziel, da rauf 3 Minuten schneller als letztes Jahr zu laufen, das wären dann 40:48. Ich halte eine Marke von 40 Minuten für machbar, wenn es im Herbst kalt wird, und ich mich für den Lauf nach Hl. Geist vorbereite, denn heute lief ich bei ca. 25 Grad.

  

18.07.2010: Höhentraining soll ja gut tun! Nach Tibet will ich nicht, zu viel mag ich Familie, meine Firmen, meine vielen Arbeitskollegen, aber auch mein Leben.
Also kitzelten mich schon lange die Zillertaler Gletscher wo ich mir sagte: heuer sind sie dran - zumindest einige davon! Alle jenseits der 3.000! Vor 15 Jahren war ich zuletzt am Hochpfeiler und vor 25 Jahren mal am Weißzint. Ich erinnere mich, konnte damals nicht schlafen vor Aufregung einer derart gewaltigen Tour und war nachher total geschafft, Blasen an den Füßen, alles schmerzte. So dachte ich bis vor 1,5 Jahren, das ist nur was für junge fitte Kerle und mit 40 ist das nix mehr - so ein Quatsch!

Also Sonntag, 14:00 Uhr. Meine Frau erklärte, das Wetter hält, kannst loslegen.
Ziel: Hoher Weißzint, 3.371 Meter!
Setzte mich ins Auto und fuhr zum Neves Stausee auf 1.860. Alle 3.000er verhüllt in Wolken und Nebel …., kühl.

Naja, läufst halt mal ein Stück, dann wirst Du wohl sehen: In 41:30 zur Edeltrauthütte – Trainingstempo 10`schnell, 4`ganz langsam. Wetter kommt keines, also gehst (läufst) halt noch ein Stück. Und "schon" war ich am Gipfel.
Saukalt aber zufrieden – in 1:23 von der Edelrauthütte. In 2:05  1.511 hm, trotzdem ich beim Klettern sehr vorsichtig war + meine Stöcke recht lästig waren (nehm ich nicht wieder auf einen Gletscherlauf mit) und ich merkte erstmals, dass die Leistung ab 3.000 Meter doch nachlässt - interessante Feststellung, wogegen ich meinte, immun zu sein. Dann gemütlicher Abstieg in 1,5 Std. und dann noch eine Auslaufrunde locker lächelnd um den See (ca. 4 km), auslockern, etwas dehnen - fitt, als ob nichts war! ABER: Toll wars - richtig toll, nur wieder mal kalt (in Laufkleidung und Laufschuhen).

 


Tipp: wunderschön, aber wenn ihr da rauf geht: Bergschuhe, gute Kleidung, viel Erfahrung am Berg, schwindelfrei, konditionell sehr gut drauf, dann geht das ganz leicht – NULL PROBLEMO!!!
 

26.07.2010: Gestern mit Gästen (davon 5 Ärzte, wäre also bestens versorgt worden) am Reisnock auf 2.670 (in 3:15). Die 5 Std. Wanderung war für mich durchaus anstrengend - mit Geraldine im Rucksack.
Heute dachte ich mir: wieder mal ein Trainingslauf zur Moahof (Gornerberg) Henne (1450 auf 2475). Startete mal schnell um etwas Puls zu bekommen, aber als ich nach 3:46 am Moarhof war, merkte ich: "sakra, bische guit draufe, söfl schnell bische nö nio giwesn". In 7:59 beim Kreutzerhof, also nach den ersten 10 Minuten schon gewaltig an Höhe gewonnen.
4 Minuten langsam, ist ja nur ein Trainingslauf, dann wieder 10`auf 142-45 Puls. Nach diesen 10 Minuten merkte ich, Du, ich bin schon sehr nahe an der Alm, gönnte mir dann nur mehr 3 Minuten Spatzierengehen und dann gings zur Moahofalm in 31:01:50. Nun erkannte ich, trotz 7 Minuten langsamen Gehens Bestzeit, denn zuletzt war ich am 24.10.2009 genau mit 33 Minuten da. Jetzt gab es kein Halten mehr, fast volles Rohr, aber nicht über 145 Puls und trotzdem: GEWALTIGE NEUE BESTZEIT: 0:52:09. 7:38 schneller als im Oktober 09, das ist echt nicht zum Glauben! Ohne Pausen wären die 50`drinnen gewesen. Aber das schauen wir und dann nach dem 31.10.2010 evtl. nochmals genauer an.
Fazit: merkte letztes Jahr besonders bei diesem Lauf, dass ich Zeit liegen lassen musste (wegen fehlender Kraft in den Beinen). Heute war das anders + glücklichen Pfad gewählt!

  27.07.10:
  Stocker - Donnerschlag
  von 1.100 auf 2.299 hm in 1:14:31 (Trainingstempo)
  4:12 schneller als am 24.6.2010 (heute ohne Stöcke)
 
  Nordwandbesteigung:  eher gefährlich, ab und zu Gämswege als Hilfe.
  
  Fazit: Mag den Berg nicht besonders. (Bild zeigt den Abstieg oberhalb des Wengsees)

  28.07.2010: „Zu (meiner) Mittagspause a Läuferl geht schon no“ – zum Reisnock: Start 18:30 Uhr.
  Am 19.6. waren es 1:31. Wusste, da ist noch was drinnen, denn ich legte damals auch langsame Tempis ein. Auch heute dachte ich mir: Trainingslauf; nicht mehr und nicht weniger, ABER Cross (!!) gerade rauf, beinhart, das wollte ich mir geben! Raus kam eine gewaltige neue Bestzeit: 1:21:30 von 1.213 hm auf 2.663. (10 MINUTEN SCHNELLER als vor 40 Tagen). War schon stolz auf mich – gebe ich zu.
 

31. 07.2010: Sand i.T. Tubris von 835 hm auf Moosstock 3.059. Also mehr als 2.200 hm in 2:53 Std. (2 Std. davon Querfeld ein: Dickicht, Alpenrosen, halbe Felsen, mindestens 100 hm Abstieg wegen plötzlicher unüberbrückbarer Felswand vor mir usw.) / Eine echt zähe Partie.

    In dieser Woche trainierte ich 17,9 Std. (+ 50 Std. Arbeit - nicht Zeit ist also Ausrede),
   
überbrückte 7.050 Höhenmeter (gleich viel zurück - macht zusammen 14.100 hm !!!),
   
und legte insgesamt 102 km zurück (war auch eine Fettstoffwechsellauf mit 27 km dabei)

    Bin für diesen Laufevent also sehr gut vorbereitet und freu ich sehr darauf.        

    Zeitziel: 3:15 (16 Minuten schneller als im Vorjahr). Über 3:21 enttäuscht, unter 3:15 ist jede Minute ein Geschenk, 3:10 wäre ein Traum!!!

 
DAS RENNEN: Na, heuer lief die Sache schon etwas anders als im Vorjahr. Hatte von der Strecke keinen Respekt mehr - sagte mir: "komm nur, kein Problem, ich bewältige Dich schon (Selbstgespräche - zur Eigenmotivation, um Respekt zu minimieren). Und so war es dann auch: "klar, wie man denkt, so ist es - die Gedanken bestimmen jede Tat."

Zügig mit ca. 14 kmh los gerannt (die ersten 4 km sind Asphaltstraße). Vom Einstieg in den Berg an hatte ich ca. 30 Minuten lang ein Rudel Verfolger ca. 70 Meter hinter mir (auch dabei: die schnellste Frau). Dann kam das Extremstück! Also war für mich klar: entweder ich hänge die ab, oder die gehen alle an mir vorbei. Ersteres geschah - nach den nächsten 400 hm meinte ich, die hätten sich in Staub aufgelöst, bis auf 2 Einzelgänger, welche ca. 300 Meter hinter mir waren. Das motivierte nun sehr - erkannte jetzt: die Positionen (bis auf die 2) sind bezogen, so nichts Unvorhersehbares mehr geschieht.

Den Sonnklar am Speikboden erreicht (nach 1:40) fühlte ich mich dann echt super und dann ging neuerlich die Post ab. 15 km Kellerbauerweg vor mir - 85% der Strecke konnte ich den laufen - bei den Anstiegen halfen mir die Stöcke. Hier punktete ich dann mit meiner Marathon- und Lauferfahrung!!!

Vor mir ewig nichts, ca. 1,5 km vorne 2 Läufer: "das wird schwierig". Diesen kam ich langsam näher. PLÖTZLICH (!!!) erkannte ich das Lauftrikot dieser beiden (Raiffeisen-Radteam) und was denkt der Fuchs: HALT, die sind vom Radteam - also keine hauptberufene Läufer, und 3 Std. volle Kanne halten die nicht durch, da beim Laufen die Gesamtkörperverfassung noch perfekter passen muss. UND, was war: an denen lief ich bald vorbei wie eine Rakete - die brachten in der 3. Stunde total ein.

Nicht um den Teufel los wurde ich aber meine 2 Verfolger, der eine Marathonläufer (in 2:53), der andere lief zuletzt den Trans-Alpin (in 7 Tagen 17.000 hm und 280 km) und 2 km vor dem Ziel tricksten die mich dann mit einer Abkürzung von ca. 200 Metern aus, überholten mich dadurch und geschehen wars. Ob die mich sonst auch noch "gepackt" hätten bleibt offen. Man sieht also, man braucht selbst bei solchen Läufen Köpfchen, um gewinnen zu können.

Ich machte in der Vertikale 12 Minuten, und am Berglauf 9 Minuten gegenüber dem letzten Jahr gut - zusammen also 21:31 schneller. Traumziel erreicht !!

p.s.: es gab einige Stürze, mehrere Laufleichen durch k.o., selbst meinen Nachbarn erwischte der Hammer, ein paar Aufgaben.
Dieser Lauf trägt nicht umsonst den Titel: NUR FÜR DIE HÄRTESTEN!
Den verdient er sich auch.

Also, wann kann ich mit Ihrer Teilnahme an diesem Lauf rechnen: SIE gehören doch auch zu den Härtesten, oder .......

Euer Lauffreund Hermann vom Laufteam Landpalais!

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